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§ 188 StGB . BLASPHEMIE-PARAGRAF

13 Jan

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Ein Künstler hat sich selbst angezeigt, öffentlich Personen und Sachen, die den Gegenstand der Verehrung einer im Inland bestehenden Kirche oder Religionsgesellschaft bilden, sowie die Glaubenslehre, gesetzliche zulässige Bräuche und gesetzlich zulässige Einrichtungen von Kirchen und Religionsgesellschafen herabgewürdigt bzw. verspottet und bei diesen berechtigtes Ärgernis erregt zu haben, da er sich in keinem seiner Werke, die in bisherigen Ausstellungen in Museen, Galerien und öffentlichen Plätzen zu sehen gewesen waren und sind, niemals auch nur ansatzweise mit die Kirche, die Religion oder den Glauben betreffenden Themen beschäftigt hat.

Der besagte Künstler ersucht um eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder um eine Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen.

Paragraf 188 . Blasphemie als Straftat

ENDLAND

4 Nov

fli-endlandEngland/Endland . Brexit . The END of the END, the END, an ENDless process . . . or whatever?

Miba Eisbraun . THREE STATEMENTS ABOUT ART . 2012

23 Feb

Miba Eisbraun

THREE STATEMENTS ABOUT CONTEMPORARY ART

The greatest  ever

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Miba Eisbraun with Irmgard J. Eisner

Orginal version in FULL HD  ǀ  3’00“

Miba Eisbraun . © 2012

mibaeisbraun.com

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THE VISIT . DER BESUCH . by Miba Eisbraun

17 Feb

THE VISIT . by Miba Eisbraun . 2012

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Visiting the exceptional Austrian artist Michi Maier and his extremly funny kids

Starring: Michi Maier . The Artist, Irmgard J. Eisner, Lena, Nana, Emma

Camera Dramatique: Barbara Eisner-B.

Technische Realisierung: Michael Braunsteiner

More Information about the artist:

http://www.castyourart.com/?s=Maier+Michael&x=0&y=0&sn=1

Miba Eisbraun
© 2012

http://mibaeisbraun.com

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Gedankensplitter zu Michi Maier’s Anti-Salonkunst

Michael Maier hätte in seinem Leben einen im Sinne unserer Gesellschaft geordneten Weg gehen können. Einem sorgenfreien Leben als Jurist wäre nichts entgegen gestanden. Stattdessen ist er ein volles Risiko eingegangen. Ich persönlich bin froh darüber. Aber Künstler sein zählt immer, noch mehr in Zeiten wie diesen, zu den sehr schwierigen Unterfangen. Selbst die Großen haben es nicht mehr leicht. Seinen spannungsgeladenen Entscheidungsprozess mitsamt allen damit verbundenen Zweifeln hat Michi Maier auch in einzelnen Bildern thematisiert. Ein solches etwa heißt KATHARSIS VORWÄRTS. Michi Maier –  von seiner Kunst durchdrungen um nicht zu sagen ihr obsessiv verfallen – ist ein Kämpfer – unglaublich produktiv in seinem Atelier tätig. Seine oft riesigen Werke entstehen in schnellen Würfen. Er kämpft auch an vielen anderen Fronten. Er mobilisiert und networkt, er kontaktiert Sammler, er stellt Atelierräume und auch Ausstellungsräume wie diesen auf. So nebenbei. Unglaublich, wie er das schafft. Das gehört dazu. Selbstvermarktung verbunden mit Überzeugungskraft.

Brave Salonkunst ist das keine. Diese Art Kunst spaltet die Geister. Entweder man ist für sie oder gegen sie. Ich denke, das ist gut so. Mit seichtem Mittelmaß haben wir es bei diesen Bildschöpfungen jedenfalls nicht zu tun.

Was sehen wir? Meist Monumentale Gebilde und Figuren, teils erschreckend, teils infantil, sprecehen sie uns, blicken uns aus den farbkräftigen, gestisch gemalten Bildern an. In ihrer Frontalität, mit ihren auf uns gerichteten Blicken sprechen sie uns direkt an, ziehen uns hinein in ihre wilde Welt.

Schon auf den ersten Blick erweist sie sich als ein Konzentrat an Elementen aus Art Brut, Comics, Pop Art, Werbung. Aufgrund ihrer überraschenden Mischung aus Acryl-Malerei und PU-Schaum auf Platten hat sie sowohl Skulptur- als auch Malereicharakter. Wichtige Teile der Bilder treten dreidimensional hervor. Ernst und Humor, Spielerisches und Tragisches stehen in permanentem Dialog.

Wie alles bei diesem Künstler hat seine Bildhauerei und seine Malerei jene faszinierende Kraft, die sich zwischen scheinbar unvereinbaren Gegensätzen entwickeln und wirken kann. Michael Maier verbindet themenbegingt imer wieder auch Bild und Text in seinen Werken.

Was will diese Kunst? Sie stellt Werte in Frage. Sie springt von der vorgegebenen sicheren Schiene mitten in die gefährliche Wildnis. Sie bricht aus. Sie will Neuland ergründen, einen Sinn finden und sich selbst einen geben – so wie ihr Schöpfer. Und seine Kunst will wachsen und uns als Betrachter wachsen lassen. Stillstand – ein dem Tode gleicher Zustand – ist nicht ihre Sache!

Wo ssehen wir  diese Kunst? Bezeichnender Weise nicht immer in einem Museum oder einer Galerie, sondern auch an Orten, alätzen, wo man Kunst nicht vermuten würde:  etwa in einer aufgelassenen trashigen Putzerei, in verlassenen Ställen und Industriehallen, in einer unrenovierten Altbauwohnung. Der Künstler ist einfallsreich, wenn es um die Präsentation seiner Kunst geht.

Wer macht diese Kunst? Einer der sich nicht einordnen lässt. Einer, der mit seinem Ansatz die über weite Strecken saturierte Kunstszene gehörig aufmischt. Einer, der meines Erachtens unbedingt hin gehört in die österreichische Kunst- und Kulturszene, wenn garstige Verkrustungen aufbrechen sollen, über die man einfach hinwegzusehen gewohnt ist.

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Michael Maier – Next exhibitions:

JENSEITS DES SEHENS
Kunst verbindet Blinde und Sehende
Stift Admont – Bibliothek & Museum
25. März bis 8. Juli 2012
Kurator: Michael Braunsteiner

ZWISCHEN ERINNERN UND VERGESSEN
Endlichkeit & Ewigkeit
Stift Admont – Bibliothek & Museum
14. Juli bis 4. November 2012
Kurator: Michael Braunsteiner

http://www.stiftadmont.at/deutsch/museum/museum/gegenwart_gegenwartskunst.php

DER PIANIST

20 Aug
 
 

APPORT (Selfportrait by Emil Siemeister) | Photo by LitterART | 20/08/2010 ©


DER PIANIST

Festspielzeit! Der heilige Ernst. Sein Ruf war ihm voraus geeilt. Er schien ungeduldig erwartet zu werden.

Viele der Anwesenden wollten gesehen werden. Einige wollten ihn sehen. Wenige wollten ihn spielen hören. Ganz wenige hatten ihn bereits spielen erlebt. Alle versprachen sich einen genialen Abend; jeder auf seine Weise.

Er erschien. Er wurde geschaut. Er beschritt die Bühne. Er wirkte ungesehen. Sein Körper neigte sich nach vorne. Man hielt den Atem an. Er erinnerte an einen devoten Oberkellner. Mindestens eine Konzertbesucherin lächelte. Seine linke Hand lag auf dem Rücken. Er beachtete das Publikum nicht. Umso mehr beobachte es ihn. Er nahm sofort am Flügel Platz. Unverzüglich begann er zu spielen.

Jeder Pianist tritt anders auf. Dieser ganz besonders anders.

Wer war er? Wo kam er her? Wo ging er hin? Er war einer der besten Pianisten der Welt. Seine Mimik verriet nichts. Die Nacht hatte er in einem Bahnhofshotel verbracht. Luxus bedeute ihm nichts. Sein erstes Konzert hatte er in jungen Jahren gegeben. Niemand wusste viel über sein Leben. Es gab zahlreiche Vermutungen und Legenden.

Sein weißes Haar war länger und schütter. Bach. Er wirkte massig. Sein Körper ruhte. Seine Hände tanzten. Jeder Finger war ein Wesen.

Er war anders. Entweder verachtete er das Publikum. Oder er musste er sich unbeachtet fühlen.

Applaus. Die ständige Störung. Sofort spielte er weiter. Bach. Er solisierte. Das tat er immer und ausschließlich; seit geraumer Zeit.

Das Publikum: unversehens in einem musikalischen Netz aus Poesie gefangen.

Er war unfassbar. Er beschämte und verunsicherte. Zu spät erkannten viele einen Menschenfänger in ihm. An Flucht war nicht zu denken. Die Musik stand für sich. Pianist will keiner da gewesen sein. Die Klänge drangen in das Fleisch der Seelen. Sie nahmen es. Sie legten es in den Magen des Pianisten. Manchmal. Andernmals evozierten sie Chimären. Sie nahmen in Besitz. Das jedenfalls.

Den Zuhörern widerfuhr Ungeheuerliches. Sie fühlten uneingestandene Wirkungen. Diese zogen tiefgreifende Veränderungen nach sich. Man war mit einem sicheren Gefühl hier her gekommen. Verlassen würde das Konzert erschüttert.

Magie.!?

Ausgebacht. Abermals lässt der Genius Applaus über sich ergehen. Da kann man nichts machen!

Chopin. Applaus. Menschen sind eben so. Mit Zugaben soll er niemals geizen.

Eine Dame warf ihm einen Rosenstrauß zu. Die Beiläufigkeit fiel auf das Podium. Für den Pianisten existierte sie nur bedingt. Er schenkte ihr keinen Blick. Er trat nicht auf sie. Er umging sie. Der Blumenstrauß war einfach da. Er blieb liegen.

Am Ende des Konzertes zog er sich zurück wie eine Krabbe. Retourgang.

Ein seltsamer Musiker. Seit vielen Jahren ist keine CD von ihm erschienen. Wozu auch!? In seinem Leben würde das nichts Wesentliches ändern. Und auch nicht in dem seiner Zuhörer.

Bach. Bach. Chopin. Viele hätten sich Musik von Alexander Skrjabin gewünscht. Das Programm bestimmt der Pianist selbst. Keiner hat ein Mitspracherecht. Selbst der Manager des Pianisten nicht. Wie eisern!!! Dennoch: Nach dem Konzert lachte der Musiker. In der Garderobe scherzte er sogar. Essenseinladung nahm er keine an. Er ging zurück in das Bahnhofshotel. Von dort aus reiste er still zurück in die Welt. Zuhause war er in Russland. Dort soll er viel Zeit mit dem Lesen verbringen. Er las nicht nur Noten.

Üben soll er weniger als erwartet. Wie kein Star zu leben braucht er nicht zu üben.

Er hatte viele Steinway-Flügel gespielt. Ihre Eigenheiten hat er alle im Kopf. Konzertflügel hält er für kränkelnd und sterblich. Sie sind sein Unsicherheitsfaktor. Irgendeine Schwäche hat jeder Flügel. Die Steinways zittern vor diesem Pianisten. Auch die Klavierstimmer fürchten ihn panisch.

By LitterART | 20/08/2010 ©

 

In memoriam Bruno Gironcoli (1936-2010)

20 Feb

IMBG (1936-1910) - By LitterART, 20/02/2010 ©

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In memoriam Bruno Gironcoli Bruno (1936-2010)

 

Bruno Gironcoli was one of the greatest artists I’ve ever met . . .

view into artists atelier/artists Puch motor-cycle/artists legs & shoes/artists sculptures dreaming & fooling around in the atelier

Vienne . Wien, Atelier Böcklinstraße, 2001

<a href=“http://www.gironcoli-museum.com/“ rel=“nofollow“>www.gironcoli-museum.com/</a>

By LitterART, 20/02/2010  ©

IN-FINITUM

4 Sep

IN-FINITUM

Palazzo Fortuny, Venice, 6.6. – 15. 11. 2009

Klassische Moderne und aktuelle Kunst der absoluten Spitzenklasse im auratischen Dialog mit historischen Atemberaubereien im zahnzeitzerfressenen venezianischen Palazzo Fortuny. Verpassen Sie diese schräge Ausstellung nur dann, wenn sie sich vor Ihr Inneres heimsuchenden inspirierenden Er-FÜLLUNGEN schonen wollen.

Seeking to penetrate the mystery of the infinite—as philosophers, theologians, mathematicians, physicists, poets, writers, and artists have attempted to do throughout history—signifies entering the boundless and labyrinthine territories of the indeterminate, the absolute, the sum total of the incalculable, the indescribable, the immense, the cosmic, the infinitesimal, the transfinite, the extreme, the divine, Nothingness, the void. The Latin term infinitum, chosen for its particularly evocative power, has been divided by a hyphen into in-finitum to suggest a more complex and problematic interpretation, including “the infinite in the finite,” the indefinite, and the unfinished. The exhibition In-Finitum, as a third part of the trilogy, started in 2007 with Artempo. Where Time becomes Art and continued with Academia. Qui es-tu? in Paris in 2008, displays about 300 objects on the 4 levels of Palazzo Fortuny. The works of art range from archaeological non-finished items over incomplete Old Master paintings to contemporary installations capturing the infinity. The works on show come from the collection of Axel Vervoordt, from the Musei Civici Veneziani and from various public and private collections all over the world.

http://www.in-finitum-expo.com/index_eng.htm