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Miba Eisbraun . THREE STATEMENTS ABOUT ART . 2012

23 Feb

Miba Eisbraun

THREE STATEMENTS ABOUT CONTEMPORARY ART

The greatest  ever

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Miba Eisbraun with Irmgard J. Eisner

Orginal version in FULL HD  ǀ  3’00“

Miba Eisbraun . © 2012

mibaeisbraun.com

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DER PIANIST

20 Aug
 
 

APPORT (Selfportrait by Emil Siemeister) | Photo by LitterART | 20/08/2010 ©


DER PIANIST

Festspielzeit! Der heilige Ernst. Sein Ruf war ihm voraus geeilt. Er schien ungeduldig erwartet zu werden.

Viele der Anwesenden wollten gesehen werden. Einige wollten ihn sehen. Wenige wollten ihn spielen hören. Ganz wenige hatten ihn bereits spielen erlebt. Alle versprachen sich einen genialen Abend; jeder auf seine Weise.

Er erschien. Er wurde geschaut. Er beschritt die Bühne. Er wirkte ungesehen. Sein Körper neigte sich nach vorne. Man hielt den Atem an. Er erinnerte an einen devoten Oberkellner. Mindestens eine Konzertbesucherin lächelte. Seine linke Hand lag auf dem Rücken. Er beachtete das Publikum nicht. Umso mehr beobachte es ihn. Er nahm sofort am Flügel Platz. Unverzüglich begann er zu spielen.

Jeder Pianist tritt anders auf. Dieser ganz besonders anders.

Wer war er? Wo kam er her? Wo ging er hin? Er war einer der besten Pianisten der Welt. Seine Mimik verriet nichts. Die Nacht hatte er in einem Bahnhofshotel verbracht. Luxus bedeute ihm nichts. Sein erstes Konzert hatte er in jungen Jahren gegeben. Niemand wusste viel über sein Leben. Es gab zahlreiche Vermutungen und Legenden.

Sein weißes Haar war länger und schütter. Bach. Er wirkte massig. Sein Körper ruhte. Seine Hände tanzten. Jeder Finger war ein Wesen.

Er war anders. Entweder verachtete er das Publikum. Oder er musste er sich unbeachtet fühlen.

Applaus. Die ständige Störung. Sofort spielte er weiter. Bach. Er solisierte. Das tat er immer und ausschließlich; seit geraumer Zeit.

Das Publikum: unversehens in einem musikalischen Netz aus Poesie gefangen.

Er war unfassbar. Er beschämte und verunsicherte. Zu spät erkannten viele einen Menschenfänger in ihm. An Flucht war nicht zu denken. Die Musik stand für sich. Pianist will keiner da gewesen sein. Die Klänge drangen in das Fleisch der Seelen. Sie nahmen es. Sie legten es in den Magen des Pianisten. Manchmal. Andernmals evozierten sie Chimären. Sie nahmen in Besitz. Das jedenfalls.

Den Zuhörern widerfuhr Ungeheuerliches. Sie fühlten uneingestandene Wirkungen. Diese zogen tiefgreifende Veränderungen nach sich. Man war mit einem sicheren Gefühl hier her gekommen. Verlassen würde das Konzert erschüttert.

Magie.!?

Ausgebacht. Abermals lässt der Genius Applaus über sich ergehen. Da kann man nichts machen!

Chopin. Applaus. Menschen sind eben so. Mit Zugaben soll er niemals geizen.

Eine Dame warf ihm einen Rosenstrauß zu. Die Beiläufigkeit fiel auf das Podium. Für den Pianisten existierte sie nur bedingt. Er schenkte ihr keinen Blick. Er trat nicht auf sie. Er umging sie. Der Blumenstrauß war einfach da. Er blieb liegen.

Am Ende des Konzertes zog er sich zurück wie eine Krabbe. Retourgang.

Ein seltsamer Musiker. Seit vielen Jahren ist keine CD von ihm erschienen. Wozu auch!? In seinem Leben würde das nichts Wesentliches ändern. Und auch nicht in dem seiner Zuhörer.

Bach. Bach. Chopin. Viele hätten sich Musik von Alexander Skrjabin gewünscht. Das Programm bestimmt der Pianist selbst. Keiner hat ein Mitspracherecht. Selbst der Manager des Pianisten nicht. Wie eisern!!! Dennoch: Nach dem Konzert lachte der Musiker. In der Garderobe scherzte er sogar. Essenseinladung nahm er keine an. Er ging zurück in das Bahnhofshotel. Von dort aus reiste er still zurück in die Welt. Zuhause war er in Russland. Dort soll er viel Zeit mit dem Lesen verbringen. Er las nicht nur Noten.

Üben soll er weniger als erwartet. Wie kein Star zu leben braucht er nicht zu üben.

Er hatte viele Steinway-Flügel gespielt. Ihre Eigenheiten hat er alle im Kopf. Konzertflügel hält er für kränkelnd und sterblich. Sie sind sein Unsicherheitsfaktor. Irgendeine Schwäche hat jeder Flügel. Die Steinways zittern vor diesem Pianisten. Auch die Klavierstimmer fürchten ihn panisch.

By LitterART | 20/08/2010 ©

 

GEH!

20 Apr

THE WALKER | By LitterART | 20/04/2010 ©

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GEH!


GEH!

GEH!
GEH!
GEH!

GEH!

GEH!
GEH!
GEH!

GEH!

GEH!
GEH!
GEH!

GEH!

GEH!
GEH!
GEH!

STEH!!!

By LitterART | 20/04/2010 ©

NICHT MEHR

16 Mrz

Ausgebrückt | By LitterART | 16/03/2010 ©

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NICHT MEHR *

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Er fühlt sich ganz gebrückt. Mit den Zähnen beißt er ins Gras des einen Ufers. Mit den Zehen gräbt er sich in die Erde des anderen. Dazwischen bäumt sich sein Leib. Er wird überfahren. Er wird übergangen. Er ist einfach nur da. Ein einziger Schmerz ist er.

Nicht mehr. Für sich ist er da. Er ist da nur für die Anderen.

Franz heißt er. Es gibt ihn schon lange. Nicht mehr. Zwischen den Steinwänden verhallt seine Wandelstimme nicht. Und nicht: „Ohne einzustürzen kann keine einmal errichtete Brücke aufhören, Brücke zu sein.“ Franzens Stimmung ist keine gute. Franz lebt. Nicht mehr. Franz lebt von der Spannung. Verliert Franz seine Spannung, ist er. Nicht mehr.

Unter ihm die Forellenlosigkeit des Baches. Über ihm das Eis des Himmels. Auf ihm das ewig Verkehrte. Franz will. Nicht mehr. Franz kann. Nicht mehr. Er sackt in sich zusammen. Er wird zum Es. Es hat sich ausgebrückt. Franz ist. Nicht mehr.

* Hommage à Franz K., Die Brücke

By LitterART | 16/03/2010 ©

THE IT

10 Mrz

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THE IT

Originally uploaded by LitterART

THE IT

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Early morning mood.

I came into the kitchen.

There sat an IT.

IT stared at me . . .

and IT whistled, just whistled . . .

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By LitterART, 09/03/2010  ©

In memoriam Bruno Gironcoli (1936-2010)

20 Feb

IMBG (1936-1910) - By LitterART, 20/02/2010 ©

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In memoriam Bruno Gironcoli Bruno (1936-2010)

 

Bruno Gironcoli was one of the greatest artists I’ve ever met . . .

view into artists atelier/artists Puch motor-cycle/artists legs & shoes/artists sculptures dreaming & fooling around in the atelier

Vienne . Wien, Atelier Böcklinstraße, 2001

<a href=“http://www.gironcoli-museum.com/“ rel=“nofollow“>www.gironcoli-museum.com/</a>

By LitterART, 20/02/2010  ©

MY SCARY BALLHEAD

6 Sep

DER KOPF

Foresteyes

FORESTEYES or MY SCARY BALLHEAD

Der Kopf ist etwas, das der Körper mit sich herum trägt. Die Menschen wissen das. Den Tieren ist das vielleicht nicht so bewusst. Sie transportieren ihren Kopf einfach so mit sich. Warum sie das tun, das  ist ihnen nicht klar. Die allermeisten Lebensformen unserer Erde haben einen Kopf. Sogar der Kohl besitzt einen. Der Kopf  wird benötigt. Ohne ihn könnte der Körper ihn nicht mit sich tragen.

Durch den Kopf geht vieles in den Körper hinein (Flüssigkeiten, Nahrung, Eindrücke). Heraus geht aus ihm auch ab und an etwas (Rotz, Spucke, Tränen, Blut, Mageninhalt, Schimpfworte, böse Blicke). Das ist aber wenig erbaulich. Positiv ist es jedoch, wenn ein Mensch singt oder etwas Schönes sagt. Dann kann man davon sprechen, dass auch der Kopf etwas Gutes von sich geben kann.

Weil in der heutigen Zeit so vieles von außen in die Köpfe eindringt, sind die allermeisten von ihnen innen verschmutzt und vergiftet, zumindest aber nicht aufgeräumt. Das ist so, als würde man jahrelang immer Gerümpel in ein und dasselbe Zimmer stellen und kübelweise Müll hinein schütten, ohne dass jemand kommt, der aufräumt und den Unrat beseitigt.  Es gibt niemanden, der Köpfe wieder ganz rein machen bzw. entgiften kann. Das geht höchstens ein ganz klein wenig (beim Psychiater etwa).

Es ist in unserer Gesellschaft auch nicht erlaubt, alles öffentlich aus dem Kopf heraus zu lassen. Im Gegensatz zu früheren Zeiten darf heute aber das Meiste einfach so aus dem Kopf heraus gelassen werden. Manches muss aber drin bleiben. Oft wütet das dann im Kopf und lässt ihn nicht zur Ruhe kommen.

Ist der Kopf schwerer als der Körper, zieht es ihn nach unten. Man spricht dann von „kopflastig“. Kopflastigkeit ist nicht sehr angenehm. Der Kopf muss dann unten sein, während die Beine des Menschen oben sind.

Bei angenehmen Temperaturen zeigen die Menschen für gewöhnlich ihre Köpfe. Ist es zu heiß oder zu kalt, verhüllen sie diese. Der Kopf benötigt angenehme Temperaturen. Doch selbst bei diesen kann es vorkommen, dass man auf unserer Welt vom menschlichen Kopf nichts sieht. Das ist der Fall, wenn jemand seinen Kopf schützen will und einen Helm trägt. In seltenen Fällen verbergen Menschen mit bösen Absichten ihren Kopf unter einer Haube oder einem Strumpf (bei einem Überfall zum Beispiel). Im Fasching ist das alles ganz anders. Da kann der eigene Kopf auch von ganz normalen Menschen verhüllt oder deformiert werden.

Vor langer Zeit soll es Köpfe mit Heiligenscheinen gegeben haben. Da in unseren Zeiten alles nur mehr eilig, aber nichts mehr heilig ist, gibt es auch keine Heiligenscheine mehr.

Der Kopf kann schmerzen.  Für diesen Fall gibt es Kopfwehpulverl oder Schmerztabletten gegen Zahnweh. Helfen Medikamente nicht, ist dringlich ein Arztbesuch zu empfehlen. Besonders weh tut es, wenn man mit dem Kopf  gegen die Wand rennt, wie es so schön heißt. Das ist keinesfalls zu empfehlen!

Wenn es heißt, jemand sei „kopflos“, ist damit nicht gemeint, dass der Besagte keinen Kopf habe wie etwa jene Menschen, die in der Französischen Revolution von der Guillotine geköpft wurden. Das bedeutet nur, dass ein solcher Mensch auf irgendeine Weise die Orientierung verloren hat. Es kann sein, dass er dann gegen Laternenmasten rennt oder etwas tut, was andere Menschen normalerweise nicht tun würden (z. B. einen Polizisten beschimpfen).

Auf KOPF reimen sich ZOPF und KROPF – und diese sind ihm ja auch zugehörig.

In den Köpfen der Menschen geht vieles vor. Was in jedem einzelnen vorgeht, das ist den anderen selten offenkundig. Die Menschen mögen es nicht so sehr, dass jeder weiß, was in ihren Köpfen drin ist. (In manchen ist es nicht so besonders viel.) Die Inhalte ihrer Köpfe lassen sie nur dann heraus, wenn keiner weiß, wer sie in Wirklichkeit sind. So etwas kann im Internet der Fall sein. Im Internet finden sich Inhalte vieler Köpfe. Darunter sind auch jede Menge von Menschen, die ihre Identität nicht verhüllen müssen, weil sie nichts Peinliches bzw. Verbotenes aus ihren Köpfen heraus lassen. Diese Inhalte sind sogenannte VERTRAUENSVOLLE. Ihnen kann man also vertrauen; sie können gefahrlos auch von Kindern angesehen werden.

Gefällt einem der eigene Kopf nicht, kann man ihn nicht mit einem anderen tauschen. Die Medizin ist noch nicht soweit, das zu vollbringen.
Meinen Kopf zeige ich Ihnen hier. Er sieht heute etwas seltsam aus.

Mit dem Kopf ist das so eine Sache!

 

By LitterART, 06/09/2009 ©