Tag Archives: portrait

ICH . MUSEUM

21 Feb

Ich bin (k)ein Museum [je nachdem].

EX: „I AM“-SERIES by (c) LitterART 2018

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DER EINZWITSCHERER

30 Sep

FLI.Einzwitscherer

Der EINZWITSCHERER ist ein lästig Ding. Erst schultert er, dann zwitschert und zwitschert er, bis der Kopf seine TagesverFASSUNG VERLIERT.

Painting: Christoph Schmidberger

www.christophschmidberger.com/

 Photography & Text: LitterART

NAMENSWECHSEL

1 Nov

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Irmgard wollte lieber Elisabeth heißen. Da ein solcher Namenswechsel gesetzlich nicht von heute auf morgen möglich war, nannte sie sich Andrea.

THE VISIT . DER BESUCH . by Miba Eisbraun

17 Feb

THE VISIT . by Miba Eisbraun . 2012

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Visiting the exceptional Austrian artist Michi Maier and his extremly funny kids

Starring: Michi Maier . The Artist, Irmgard J. Eisner, Lena, Nana, Emma

Camera Dramatique: Barbara Eisner-B.

Technische Realisierung: Michael Braunsteiner

More Information about the artist:

http://www.castyourart.com/?s=Maier+Michael&x=0&y=0&sn=1

Miba Eisbraun
© 2012

http://mibaeisbraun.com

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Gedankensplitter zu Michi Maier’s Anti-Salonkunst

Michael Maier hätte in seinem Leben einen im Sinne unserer Gesellschaft geordneten Weg gehen können. Einem sorgenfreien Leben als Jurist wäre nichts entgegen gestanden. Stattdessen ist er ein volles Risiko eingegangen. Ich persönlich bin froh darüber. Aber Künstler sein zählt immer, noch mehr in Zeiten wie diesen, zu den sehr schwierigen Unterfangen. Selbst die Großen haben es nicht mehr leicht. Seinen spannungsgeladenen Entscheidungsprozess mitsamt allen damit verbundenen Zweifeln hat Michi Maier auch in einzelnen Bildern thematisiert. Ein solches etwa heißt KATHARSIS VORWÄRTS. Michi Maier –  von seiner Kunst durchdrungen um nicht zu sagen ihr obsessiv verfallen – ist ein Kämpfer – unglaublich produktiv in seinem Atelier tätig. Seine oft riesigen Werke entstehen in schnellen Würfen. Er kämpft auch an vielen anderen Fronten. Er mobilisiert und networkt, er kontaktiert Sammler, er stellt Atelierräume und auch Ausstellungsräume wie diesen auf. So nebenbei. Unglaublich, wie er das schafft. Das gehört dazu. Selbstvermarktung verbunden mit Überzeugungskraft.

Brave Salonkunst ist das keine. Diese Art Kunst spaltet die Geister. Entweder man ist für sie oder gegen sie. Ich denke, das ist gut so. Mit seichtem Mittelmaß haben wir es bei diesen Bildschöpfungen jedenfalls nicht zu tun.

Was sehen wir? Meist Monumentale Gebilde und Figuren, teils erschreckend, teils infantil, sprecehen sie uns, blicken uns aus den farbkräftigen, gestisch gemalten Bildern an. In ihrer Frontalität, mit ihren auf uns gerichteten Blicken sprechen sie uns direkt an, ziehen uns hinein in ihre wilde Welt.

Schon auf den ersten Blick erweist sie sich als ein Konzentrat an Elementen aus Art Brut, Comics, Pop Art, Werbung. Aufgrund ihrer überraschenden Mischung aus Acryl-Malerei und PU-Schaum auf Platten hat sie sowohl Skulptur- als auch Malereicharakter. Wichtige Teile der Bilder treten dreidimensional hervor. Ernst und Humor, Spielerisches und Tragisches stehen in permanentem Dialog.

Wie alles bei diesem Künstler hat seine Bildhauerei und seine Malerei jene faszinierende Kraft, die sich zwischen scheinbar unvereinbaren Gegensätzen entwickeln und wirken kann. Michael Maier verbindet themenbegingt imer wieder auch Bild und Text in seinen Werken.

Was will diese Kunst? Sie stellt Werte in Frage. Sie springt von der vorgegebenen sicheren Schiene mitten in die gefährliche Wildnis. Sie bricht aus. Sie will Neuland ergründen, einen Sinn finden und sich selbst einen geben – so wie ihr Schöpfer. Und seine Kunst will wachsen und uns als Betrachter wachsen lassen. Stillstand – ein dem Tode gleicher Zustand – ist nicht ihre Sache!

Wo ssehen wir  diese Kunst? Bezeichnender Weise nicht immer in einem Museum oder einer Galerie, sondern auch an Orten, alätzen, wo man Kunst nicht vermuten würde:  etwa in einer aufgelassenen trashigen Putzerei, in verlassenen Ställen und Industriehallen, in einer unrenovierten Altbauwohnung. Der Künstler ist einfallsreich, wenn es um die Präsentation seiner Kunst geht.

Wer macht diese Kunst? Einer der sich nicht einordnen lässt. Einer, der mit seinem Ansatz die über weite Strecken saturierte Kunstszene gehörig aufmischt. Einer, der meines Erachtens unbedingt hin gehört in die österreichische Kunst- und Kulturszene, wenn garstige Verkrustungen aufbrechen sollen, über die man einfach hinwegzusehen gewohnt ist.

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Michael Maier – Next exhibitions:

JENSEITS DES SEHENS
Kunst verbindet Blinde und Sehende
Stift Admont – Bibliothek & Museum
25. März bis 8. Juli 2012
Kurator: Michael Braunsteiner

ZWISCHEN ERINNERN UND VERGESSEN
Endlichkeit & Ewigkeit
Stift Admont – Bibliothek & Museum
14. Juli bis 4. November 2012
Kurator: Michael Braunsteiner

http://www.stiftadmont.at/deutsch/museum/museum/gegenwart_gegenwartskunst.php

MY SCARY BALLHEAD

6 Sep

DER KOPF

Foresteyes

FORESTEYES or MY SCARY BALLHEAD

Der Kopf ist etwas, das der Körper mit sich herum trägt. Die Menschen wissen das. Den Tieren ist das vielleicht nicht so bewusst. Sie transportieren ihren Kopf einfach so mit sich. Warum sie das tun, das  ist ihnen nicht klar. Die allermeisten Lebensformen unserer Erde haben einen Kopf. Sogar der Kohl besitzt einen. Der Kopf  wird benötigt. Ohne ihn könnte der Körper ihn nicht mit sich tragen.

Durch den Kopf geht vieles in den Körper hinein (Flüssigkeiten, Nahrung, Eindrücke). Heraus geht aus ihm auch ab und an etwas (Rotz, Spucke, Tränen, Blut, Mageninhalt, Schimpfworte, böse Blicke). Das ist aber wenig erbaulich. Positiv ist es jedoch, wenn ein Mensch singt oder etwas Schönes sagt. Dann kann man davon sprechen, dass auch der Kopf etwas Gutes von sich geben kann.

Weil in der heutigen Zeit so vieles von außen in die Köpfe eindringt, sind die allermeisten von ihnen innen verschmutzt und vergiftet, zumindest aber nicht aufgeräumt. Das ist so, als würde man jahrelang immer Gerümpel in ein und dasselbe Zimmer stellen und kübelweise Müll hinein schütten, ohne dass jemand kommt, der aufräumt und den Unrat beseitigt.  Es gibt niemanden, der Köpfe wieder ganz rein machen bzw. entgiften kann. Das geht höchstens ein ganz klein wenig (beim Psychiater etwa).

Es ist in unserer Gesellschaft auch nicht erlaubt, alles öffentlich aus dem Kopf heraus zu lassen. Im Gegensatz zu früheren Zeiten darf heute aber das Meiste einfach so aus dem Kopf heraus gelassen werden. Manches muss aber drin bleiben. Oft wütet das dann im Kopf und lässt ihn nicht zur Ruhe kommen.

Ist der Kopf schwerer als der Körper, zieht es ihn nach unten. Man spricht dann von „kopflastig“. Kopflastigkeit ist nicht sehr angenehm. Der Kopf muss dann unten sein, während die Beine des Menschen oben sind.

Bei angenehmen Temperaturen zeigen die Menschen für gewöhnlich ihre Köpfe. Ist es zu heiß oder zu kalt, verhüllen sie diese. Der Kopf benötigt angenehme Temperaturen. Doch selbst bei diesen kann es vorkommen, dass man auf unserer Welt vom menschlichen Kopf nichts sieht. Das ist der Fall, wenn jemand seinen Kopf schützen will und einen Helm trägt. In seltenen Fällen verbergen Menschen mit bösen Absichten ihren Kopf unter einer Haube oder einem Strumpf (bei einem Überfall zum Beispiel). Im Fasching ist das alles ganz anders. Da kann der eigene Kopf auch von ganz normalen Menschen verhüllt oder deformiert werden.

Vor langer Zeit soll es Köpfe mit Heiligenscheinen gegeben haben. Da in unseren Zeiten alles nur mehr eilig, aber nichts mehr heilig ist, gibt es auch keine Heiligenscheine mehr.

Der Kopf kann schmerzen.  Für diesen Fall gibt es Kopfwehpulverl oder Schmerztabletten gegen Zahnweh. Helfen Medikamente nicht, ist dringlich ein Arztbesuch zu empfehlen. Besonders weh tut es, wenn man mit dem Kopf  gegen die Wand rennt, wie es so schön heißt. Das ist keinesfalls zu empfehlen!

Wenn es heißt, jemand sei „kopflos“, ist damit nicht gemeint, dass der Besagte keinen Kopf habe wie etwa jene Menschen, die in der Französischen Revolution von der Guillotine geköpft wurden. Das bedeutet nur, dass ein solcher Mensch auf irgendeine Weise die Orientierung verloren hat. Es kann sein, dass er dann gegen Laternenmasten rennt oder etwas tut, was andere Menschen normalerweise nicht tun würden (z. B. einen Polizisten beschimpfen).

Auf KOPF reimen sich ZOPF und KROPF – und diese sind ihm ja auch zugehörig.

In den Köpfen der Menschen geht vieles vor. Was in jedem einzelnen vorgeht, das ist den anderen selten offenkundig. Die Menschen mögen es nicht so sehr, dass jeder weiß, was in ihren Köpfen drin ist. (In manchen ist es nicht so besonders viel.) Die Inhalte ihrer Köpfe lassen sie nur dann heraus, wenn keiner weiß, wer sie in Wirklichkeit sind. So etwas kann im Internet der Fall sein. Im Internet finden sich Inhalte vieler Köpfe. Darunter sind auch jede Menge von Menschen, die ihre Identität nicht verhüllen müssen, weil sie nichts Peinliches bzw. Verbotenes aus ihren Köpfen heraus lassen. Diese Inhalte sind sogenannte VERTRAUENSVOLLE. Ihnen kann man also vertrauen; sie können gefahrlos auch von Kindern angesehen werden.

Gefällt einem der eigene Kopf nicht, kann man ihn nicht mit einem anderen tauschen. Die Medizin ist noch nicht soweit, das zu vollbringen.
Meinen Kopf zeige ich Ihnen hier. Er sieht heute etwas seltsam aus.

Mit dem Kopf ist das so eine Sache!

 

By LitterART, 06/09/2009 ©