Tag Archives: Steiermark

DAS WELCH

10 Jul

FLI.Wetterleuchten 9.7.17.1

1963, 1964, 1965, 1966. Ewiges Licht durchdringt das Requiem. Ligeti, obschon, obwohl, obgleich der Odyssierte, ein, mein kristallener Regenbogen im finsteren Nichts.

Unter dem vergesterten Herrgottswinkel mit den roten Leuchtherzen und den PEZ-Figuren die zwei alten Bären mit ihren Faschingshüten scheinlebendig über meine Schulter blicken.

Zahlreiche Geschichten von Kindheiten, von Kindungen, längst erschossen von Papierpistolen, umwachsen ihre Strohkörper.

Unsichtbarer Efeu – oder ist er aus zerbrechlichem Glas? Soll ich ihn von ihnen reißen – ihn abschlagen mit einem Stock? 1959, 1960, 1961, 1962.

Diesmal aus dem Süden wieder Donnergrollen nach langer Dürre. Es mittwocht, es sommert, es abend, bald nachtet es, es hat geregnet. Noch bellt der Bock nicht auf der nassen Wiese.

Kyrie Lachrimosa, kein Stadtkind zu Besuch, das er erschrecken könnte, und der Schrei des Hauskauzes setzt sich nicht im Nebel fest, der von den gemähten Erden aufsteigt im abermaligen langen Donnerrollen.

Die Aufregungen der Amseln sind schon länger im Wald versickert: Wie sehr haben sie mich stets an ungemachte Aufgaben erinnert, waren mein Zuspät, mein Mahnruf, meine Gewissensklage, meine Erledigungsverzweiflung!

A wie Aristoteles. Ä wie Ägais. T wie Thessaloniki! Mich dürstet, mich hungert, mich beunruhigt provoziertes Erinnertes. Engung. Kürzung. Längung. Lenkung. Fremdlenkung. Selbstlenkung. Ablenkung. Flickr. Twitter. Youtube. Ebay. Willhaben. Standard. New York Times. Kleine Zeitung. Grammherz.

Das 32-Meter-Band, meine alte Liebe, die bis in mein Steirisches reicht: 9420 Kiloherz, die traditionellen griechischen Lieder, aber mit starkem Fading heute Nacht.

Oft mundtot, klangberaubt, totverschuldet meine drübenden Freunde im Gemüt. Gleissblau das näher kommende Blitzen, das mich diesmal an Nikola Tesla denken lässt, nach gewaschenem Silber duftend der Regen auf den berauschten Blättern. Manchmal trägt der Wind das Geläute der mit goldenem Patriarchenkreuz bekrönten Kirche über Klüfte und Kuppen, Weiden und Wipfel bis herüber zu uns; diesmal nicht, aber die kühle Waldluft, die durch die Fensterluke strömt, regt mich zum Wittern naher Wunder an.

Die Nässe hat die Grillen in ihre Erdlöcher gedrängt. Auch die fernsten Hunde schweigen auf wenigen steilhangverstreuten Gehöften. Jedoch einen einzelnen tapferen Heuschreck höre ich. Tropfen klopfen auf den immer noch offenen Sonnenschirm, die solargespeiste Lampionkette zittert zaghaft an der Wäscheleine.

Unser Hund schläft auf dem Perserteppich mitten in unserer steirischen Ereignisferne. Ich muss an das Welch denken.

Eine Ironie!

 

LitterART, 28.6.2017

TEAMWORK

10 Apr

 

TEAMWORK . The incredible transport technology of ants

Some ants are transporting a big dead cricket over an enermous distance in a very steep rocky terrain full of dangers and obstacles.

Recorded in Styria/Austria/Europe in April 2016.

Created, shot and edited

by LitterART © 2016

DURCH DIE WÄLDER FEGENDE HUNDE . ENGEL ODER WILDERER?

25 Jun

Unser Hund und sein bester Freund, voller Lebensfreude durch die Wälder fegend wie pelzige Wirbelwinde. Mitten in ihrem ausgelassenen Spiel entdecken sie die Federn einer ermordeten Wildtaube und frisches Blut. Etwa Voodoo-Zauber??? Wer wohl der Mörder gewesen sein könnte? Nein, weder die Hunde selbst waren es noch irgendein Jäger. Hörten Sie den Schuss? War er real oder nur virtuell? Er hatte jedenfalls nichts mit dem toten Vogel zu tun. Wir vermuten einer der vielen hungrigen Raubvögel in unserer Gegend als kurz vor unserem Kommen geflüchteten Töter . . .

DER FLUSS DES LEBENS UND DES TODES . Videopoem

10 Feb

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THE FLOW OF LIFE AND DEATH .  Videopoem

By LitterART (c) 2012

NOSTALGHIA . In memoriam Andrei Tarkovsky

4 Apr

April 4th 2011 . A very warm day after a strong winter . The first thunderstorm . Open windows, howling storm, singing birds . In the mood to watch one of my favorite films with an ipad in the kitchen: NOSTALGHIA from Andrei Tarkovsky . Fooling around a little bit with the camera . . .

In memoriam Bruno Gironcoli (1936-2010)

20 Feb

IMBG (1936-1910) - By LitterART, 20/02/2010 ©

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In memoriam Bruno Gironcoli Bruno (1936-2010)

 

Bruno Gironcoli was one of the greatest artists I’ve ever met . . .

view into artists atelier/artists Puch motor-cycle/artists legs & shoes/artists sculptures dreaming & fooling around in the atelier

Vienne . Wien, Atelier Böcklinstraße, 2001

<a href=“http://www.gironcoli-museum.com/“ rel=“nofollow“>www.gironcoli-museum.com/</a>

By LitterART, 20/02/2010  ©

IST GOTT DENKBAR?

9 Jan

An accident? An encounter? An . . . ? By LitterART, 09/01/2010 ©

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IST GOTT DENKBAR?


Der Mensch.

Immer lenkbar vom Menschen.

Dankbar nie.

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Manchmal denkt der Mensch.

In den Schatten der Flammen

ein Duften und Stinken.

Die Gezeiten der Galaxien.

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Ist Gott denkbar?

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Das Tier

kann

seinen Herzschlag fühlen.

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By LitterART, 09/01/2010  ©