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DAS LEBEN – ÖSTERREICHISCH

1 Jun

Es  geht uns eh so guat. (Uns geht es ohnedies so gut.)

Waunns uns amal schlechta geht, miass ma holt durch. (Wenn es uns einmal schlechter geht, werden wir das auch meistern.)

Es wird scho gehn. (Es wird schon gehen)

Waunns amal nimma geht, geht’s imma a no a bissl. (Wenn es einmal nicht mehr geht, wird es schon trotzdem noch ein wenig gehen.)

Es muass holt gehn. (Es muss eben gehen.)

Und waunns amol endgülti nimma geht, kaunn ma ah nix mochn. (Wenn es einmal gar nicht mehr geht, kann man auch nichts machen.)

Ach jo, so is holt. (Seufz, so ist es nun einmal.)

NICHT MEHR

16 Mrz

Ausgebrückt | By LitterART | 16/03/2010 ©

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NICHT MEHR *

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Er fühlt sich ganz gebrückt. Mit den Zähnen beißt er ins Gras des einen Ufers. Mit den Zehen gräbt er sich in die Erde des anderen. Dazwischen bäumt sich sein Leib. Er wird überfahren. Er wird übergangen. Er ist einfach nur da. Ein einziger Schmerz ist er.

Nicht mehr. Für sich ist er da. Er ist da nur für die Anderen.

Franz heißt er. Es gibt ihn schon lange. Nicht mehr. Zwischen den Steinwänden verhallt seine Wandelstimme nicht. Und nicht: „Ohne einzustürzen kann keine einmal errichtete Brücke aufhören, Brücke zu sein.“ Franzens Stimmung ist keine gute. Franz lebt. Nicht mehr. Franz lebt von der Spannung. Verliert Franz seine Spannung, ist er. Nicht mehr.

Unter ihm die Forellenlosigkeit des Baches. Über ihm das Eis des Himmels. Auf ihm das ewig Verkehrte. Franz will. Nicht mehr. Franz kann. Nicht mehr. Er sackt in sich zusammen. Er wird zum Es. Es hat sich ausgebrückt. Franz ist. Nicht mehr.

* Hommage à Franz K., Die Brücke

By LitterART | 16/03/2010 ©

DER MOND

30 Jan

DER MOND - By LitterART, 30/01/2010 ©

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DER MOND

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Der Mond

Zieht Träume aus dem Kopf

Und lässt sie verdunsten.

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By LitterART, 30/01/2010  ©